• [20] Durch den Wald

    Durch den Wald, den frühbesonnten,
    Schreiten meine Wanderfüße;
    Schreiten ohne Sünd und Sorgen
    In den...

  • [57] Sorge dividiert durch 2 hoch x

    Grübeln und grübeln nun stundenlang –
    Bing – Bumpf – Bang – –
    Korks jetzt! Lona, und prost! Kling! Klang!
    Ein Schurke ist gar kein Feind.
    5 Hoch steht...

  • Oft geht ein Flammen durch die Nacht,
    Mit Worten kaum zu nennen —
    Wie Sehnsucht dann in mir erwacht
    Nach Sonne und nach Schönheitspracht,
    Nach Tönen, nicht ersterbend sacht,
    Nein, brausend, wie Gewittermacht —
    Nach Lebensfülle, heißem Blut!
    Es ist, als müßt' ich an der Glut
    Der Sehnsucht...

  • Mich hat die Tiefe verschlungen. —
    Hoch über mir
    schlug das Meer des Tages zusammen
    und was droben gleißt,
    was flieht und jagt und lügt,
    die Sonne sucht und die Sonne schändet,
    ist meinen Sinnen fern
    und fern meinem Herzen. —

    Mich geleitet das summende Lied der Entrücktheit,...

  • Durch die Straßen, durch die Gärten,
    die wir gingen einst zu Zwein
    all die liebgewordnen Wege,
    still nun geh ich sie allein ...

    Doch wie damals ist ein Leuchten
    rundum und ein Blühn und Glühn
    und ein sommerselig Klingen
    und ein Summen und ein Singen
    und ein Sprühn und...

  • So gehst du abends durch das Tor,
    wenn schon vor Nacht die Sonne sinkt,
    wenn schon im letzten Licht ertrinkt
    der bunten Stimmen süßer Chor.

    Und fühlst: dein Sinn wird wieder leicht,
    den dir der Tag so schwer gemacht,
    und merkst, aus dumpfem Traum erwacht,
    wie sehr dein Herz den Blumen...

  • Alles Glück verhallt,
    Das ich kaum besessen -
    Auch du wirst mich bald
    Ganz vergessen.

    Meiner Hände Hast
    Und Sichseligbreiten
    Wird zum Spuk verblaßt
    Dir entgleiten.

    Du wirst mein Gedicht
    Nimmer krönend segnen,
    Nie wird mein Gesicht
    ...

  • NUN ward mir fremd mein eigener Schritt
    in diesem grauen Schweigen.
    Ein anderer tritt meinen Tritt
    auf diesen dämmernden Steigen.

    Mein eigenes Gespenst bin ich,
    das ruft und zögert und rastet,
    mit irren Händen jämmerlich
    nach lebendigem Leben tastet,

    und immer nur...

  • DOCH dies ist wahr: Mensch ward ich erst durch dich.
    Was in mir schlummerte, ist erst erwacht,
    als ich dich sah. Als in die tiefste Nacht
    der Leiden du mich stürztest, da begab es sich,
    daß Unerhörtes in mir auferstand.
    Mensch sein heißt leiden, und der wilde Brand
    des Schmerzes, den du in mir angezündet,...

  •   Ist er's, der durch die finstre Gasse schreitet?
    Erkenn' ich ihn im Lichtkreis der Laterne?
    Er geht vorbei; ich folgte ihm so gerne,
    Daß ihn mein Wunsch auf seinem Weg begleitet.

    Die Stadt hin, die sich unabsehbar weitet,
    Verfolg' ich ihn bis in sein Heim, das...