1.
Weil wir zerstreut/ durch Neyd und Zeit
Uns heimlich müssen meynen/
Weil du für mier/ und ich für dier/
Gantz feindlich muß erscheinen.
Weil mir dein Licht/ das Hertze nicht/
So ferne wird benommen/...
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1.
Wie überwol ist der daran/
Der nach belieben lieben kan/
Der mit der Liebsten Freundligkeit
Verkürtzen kan die lange Zeit.
2.
... -
1.
Ich zweiffle nicht/ ich gläub es dier/
Daß ich in deinem Hertzen/
Indessen gibstu gleichwol mier/
Nur Schmertzen über Schmertzen.
Ich bin beliebt/
Und doch betrübt/
Weil mir das Glücke das nicht... -
Armseliger / was hilfft dich doch dein lieben?
Du liebest / was nicht lieben kan /
Des himmels schluß hat dich itzt zwar getrieben /
Doch rührst du was verbotnes an.
Die schönheit / die dein herze sucht /
Ist des verbotnen baumes frucht.
Die... -
1.
Phoebus/ wie hast du zernichtet
Frost und Hagel/ weil gerichtet
Sich auff uns dein Strahlen-Schein/
Alles trübe Norden-Leid/
So sich findet weit und breit/
Muß hinweg/ und gar beyseit.
2.
Itzund alles sich erhitzet/
Was erfroren/ wieder schwitzet
Ob der... -
1.
Komm/ Liebste/ komm/ ietzt ist die beste Lust/
Umb diese Zeit zu kühlen Brust am Brust/
Wir wollen hier auff unsern Angern bleiben/
Die meiste Zeit mit Lieben zu vertreiben.
... -
1.
Habt danck/ ihr schönen Augen-Lichter/
Daß ihr die meinen habt verschmäht/
Das Spiegel-Glaß/ der Jungfer Richter/
Urtheilt nur/ wie ihr aussen seht.
... -
1.
WIe kanst du mich doch/ Edle Fillis/ lieben?
Wie kanst du mir geneigt und gönstig seyn?
Ich habe zwar mein Vieh dir nachgetrieben/
Und weyde bey dir meine Schäffelein;
Doch wenn du mich wilt gegen dich betrachten/... -
1.
O Pein!
Laß mir die Wahl/
Daß ich einmahl
So vieler Qual
Durch den geschwinden Todt kan überhoben seyn.
Ich kan doch hier
Umb die Revier
Ruhe nicht eh haben/
Man habe mir...