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Mein armer Kopf lag still in deinem Schooss
und dachte - dachte bis er müde wurde.
Du hattest deine leichte, milde Hand
auf meine Stirn gelegt und warst entschlafen.
Und gar ein Zauber schien mir auszugehn
von deinen weissen Fingern: Frieden sandten... -
Das war der Duft, der deinem Haar entströmt,
der mich umhüllt gleich einer Zauberwolke!
- In tiefem Sinnen sass ich still bei Nacht,
und die Gedanken sengten mir die Stirn -
da war es mir, als wehte mir entgegen
ein fremd-vertrauter Hauch aus fern vergessnen Welten - -
Ich strecke meine Arme nach... -
Der ganze Tag ist: an dich denken,
die Hügel wünschen grün dir Glück,
die Wiesen wollen dich beschenken,
der Feldweg führt zu dir zurück.
Die Wagen auf der Straße karren
das eine Lied, das von dir singt.
Die Hütten an den Hängen harren
des Abends, der dein Sternbild bringt.
Ich selber geh',... -
In deinem Herzen ist der Berg der Qual.
Ich sah zu oft schon seinen Widerschein
Im Abgrund deiner Augen dunkelrot.
Panzre dein Herz. Und mach es leer und tot.
Dich zu verwunden, hätte sonst ich Lust
Nur um zu wissen, wie du leiden mußt.
Wie süß wohl würden deine Küsse schmecken
... -
(E. S. zu eigen)
O wenn mein Mund an deinem Munde brennt,
Firmamente erblühen feurig am Firmament!
Sonne hat sich in aber Sonnen gespalten,
Wo ein Büsser in dürre Kniee sank... -
In deinem Zimmer fand ich meine Stätte.
In deinem Zimmer weiß ich, wer ich bin.
Ich liege tagelang in deinem Bette
Und schmiege meinen Körper an dich hin.
Ich fühle Tage wechseln und Kalender
Am Laken, das uns frisch bereitet liegt.
Ich staune manchmal still am Bettgeländer,
Wie himmlisch... -
Aus deinem Gürtel quoll ein blühend Büschel
Von buntem Julisegen, deine Brüste
Enthauchten quälend süße Mädchenlüste.
Und da ich dir die schlimmen Ösen löste
Und hellen Segen in die Hände nahm,
Erwachte langsam deine matte Scham
Und flüsterte ein viel zu spätes: Tröste.
...