Schranken des Glücks

by Otto Ernst

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Schranken des Glücks.

Durch die Seelen der guten Menschen Bebt ein Seufzer geheimen Wehes, Stellt ein Schrei verborgener Schmerzen Selbst in der Stunde des höchsten Glückes. –

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Wohl umfangen auch sie in berauschter,

Stammelnder Wonne das Glück der Erde, Und sie vergessen, darein versinkend, Alles Vergangenen düst’re Beschwerde. Sie auch pressen in nächtlicher Kammer

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Das Geliebte ans schauernde Herz,

Sie auch taumeln im Tanz des Lebens Von der Verzweiflung zum lächelnden Scherz. Und, als lebte mit ihnen im Glücke Alles, was sie lebendig umkreist,

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Senden im Glück sie dankende Seufzer

Zu dem „allgütigen Weltengeist“. Aber sie tragen die stille Mahnung An das ewige Leid in der Brust; Werden doch immer sich des gemeinen

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Erdenloses die Guten bewußt!

Sie mögen allein Nicht glücklich sein. Trauernd senken die Guten ihr Antlitz, Und sie erglühen in schmerzlicher Scham

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Vor dem strengen, düsteren Weltgesichte,

Das ihnen im Flug der Träume kam.

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Den eignen Glücksstern sehn sie erblinden

In einer Nacht von fremdem Leid; In gleicher Sekunde jauchzt ihr Herz –

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Und zittert in weinender Einsamkeit. –

Ach, durch die Seelen der guten Menschen Bebt ein Seufzer geheimen Wehes, Stellt ein Schrei verborgener Schmerzen Selbst in der Stunde des höchsten Glückes. –

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