Schranken des Glücks
Durch die Seelen der guten Menschen Bebt ein Seufzer geheimen Wehes, Stellt ein Schrei verborgener Schmerzen Selbst in der Stunde des höchsten Glückes. –
Stammelnder Wonne das Glück der Erde, Und sie vergessen, darein versinkend, Alles Vergangenen düst’re Beschwerde. Sie auch pressen in nächtlicher Kammer
Sie auch taumeln im Tanz des Lebens Von der Verzweiflung zum lächelnden Scherz. Und, als lebte mit ihnen im Glücke Alles, was sie lebendig umkreist,
Zu dem „allgütigen Weltengeist“. Aber sie tragen die stille Mahnung An das ewige Leid in der Brust; Werden doch immer sich des gemeinen
Sie mögen allein Nicht glücklich sein. Trauernd senken die Guten ihr Antlitz, Und sie erglühen in schmerzlicher Scham
Das ihnen im Flug der Träume kam.
In einer Nacht von fremdem Leid; In gleicher Sekunde jauchzt ihr Herz –
Ach, durch die Seelen der guten Menschen Bebt ein Seufzer geheimen Wehes, Stellt ein Schrei verborgener Schmerzen Selbst in der Stunde des höchsten Glückes. –