Schattenleben

by Martin Greif (1839–1911) · 1909 German

Still ist's, wo die Gräber sind
Meiner Liebe,
Nur bisweilen klagt der Wind
Bang und trübe.

Seh' die Schattenwelt auf Erden
Rings vergehen,
Fühle alles spurlos werden
Und verwehen. (S. 32)
_____

More poems by Martin Greif

  • Abendgesichte

    Geh' ich abends still im Tale,
    Spricht zu mir dein milder Geist,
    Der mein Herz mit einem Male …
  • Am Brunnen

    Unter einem grünen Baum
    Hatt' ich einen schönen Traum
    Wohl bei einem rauschenden Brunnen. …
  • Am Oleanderbaum

    Es blüht vor einem stillen Haus
    Ein rosenroter Oleander -
    Dort, wann ich abends trat heraus, …
  • April

    Sonnengrüße, Wolkenschauer
    Und, noch eh' sich's klären will,
    Wiederum verhangne Trauer - …

All poems by Martin Greif →