Ihr staunet oft, daß alle meine Lieder
So tiefe Sehnsucht nach dem Grab durchweht,
Da doch, von Hoffnung und von Liebe singen,
Der Jugend, wie der Dichtkunst, näher steht.
Ihr glaubt, ich sei für Freude unempfänglich;
Ihr glaubt, mein Herz sei fühllos, kalt wie Eis?
O wüßtet ihr, wie heiß es ist, wie glühend,
Und wie so innig es zu lieben weiß!
O, wär' ich kalt! o könnt' ich wen'ger fühlen!
Ich wäre glücklich, wie ja Viele sind.
Doch g'rade da, wo solche Flammen glühen,
Braust rasch daher des Schicksals kalter Wind.
Wer froh und feurig kann das Glück umarmen,
Der fühlet doppelt auch des Unglücks Schmerz;
Und nur die kalte Erde weiß zu kühlen
Die glüh'nde Qual und dieses wilde Herz.