Ein Ritter liebt ein Mädchen;
Das Mädchen ist ihm treu.
O, schöne Zeit der Liebe,
Wie eilst du schnell vorbei!
Wie ist so leicht beweglich
Des Mannes eitler Sinn!
Sie weinet bitt're Thränen,
Ihr Glück, ihr Glück ist hin.
Der Ritter ihren Leiden
Ein kaltes Mitleid zollt;
Und ihren Schmerz zu lindern,
Verheißt er reiches Gold.
Was willst du stolzer Ritter?
Was kann dein Gold ihr sein?
Sie hat ihr Herz gegeben,
Das war ein Edelstein.
Sie gab dir ihre Liebe,
Das war ein Himmelreich.
Ist wohl dein Gold, du Armer,
Mit solchen Schätzen gleich?
Willst du zurück erstatten,
Durch dich vernichtet Glück:
Den Edelstein gieb wieder,
Den Himmel ihr zurück!
Zerstöret ist der Himmel,
Der Demant ist erblaßt,
Wie willst du wiedergeben,
Was du genommen hast?