Name

by Alfred Walter Heymel

Als dein Name plötzlich fiel, war ich so bewegt
wie ein Schiff vom Seitenwind; alles war erregt,
der Erinnerung dunkeles Meer auch der Horizont,
Hoffnung war die Wolkenflucht halb und schräg durchsonnt.
Wurde da der Wind zum Sturm, riß mich wilder fort,
warf mich hart an deinen Strand mit zerbrochenem Bord.
Wie ein Schiff auf Klippen rennt, so mein Herz zu dir.
Felsen du und ich ein Boot. Ruhe du, ich Gier,
Unrast, Willkür, Wut und Leid, Wanderstrom und Wind,
heimatloser Sturm auf See. Mutter du und Kind,
ein gelobtes Land bist du, ein Kometenlicht.
Bist mir Leuchten, Weg und Ziel, Urteil und Gericht. (S. 11)
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