Mondscheingemählde

by Christian Ludwig Neuffer

     Des Abends stille Feier, Die Ruhe der Natur Umwebt mit düstrem Schleier, Die sanftgekühlte Flur.

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Des Waldes Wipfel beben

Im letzten Sonnenstrahl, Und dunkle Schatten schweben Stets schwärzer in das Thal.      Der Schiffer strebt erschrocken

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Auf leichtem Kahn daher;

Der Dörfer dumpfe Glocken Verstummen schon umher. Aus dichten Büschen schimmert Des Landmanns fernes Licht;

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Das weite Feld verflimmert,

Gleich einem Traumgesicht.

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