An meine Eltern

by Johann Baptist von Alxinger

[8] An meine Eltern. Ihr, die Jehovahs: Sterbet! aus dem Kreise Der Zeitlichkeit mir allzufrüh entrückt, Ihr, die ihr nun nach guter Engel Weise Auf mich herniederblickt.

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     Mein Vater, du, den ich nur angestammelt,

O Dank für deine wache Zärtlichkeit, Die mir mit Blumen, mühsam eingesammelt, Des Lebens Bahn bestreut.      Du starbst, kein Arzt, kein Flehen konte wehren

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Dem kläglichen, dem schleunigen Verlust;

Ich weint’ um dich, doch war der Werth der Zähren Mir damals unbewußt.      Von dir erst hab’ ich diesen Werth gelernet, Du, die mir Mutter, Freundin, Alles war;

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Die oft mein Ohr verschloß, mein Aug entfernet

Von reitzender Gefahr. [9]      Die mich gelehrt schon in der frühsten Jugend Ein Feind vom Aberglaub’ und falschen Schein, Ein Hasser einer mürrischstrengen Tugend,

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Sanft, und ein Christ zu seyn.

     Oft steh’ ich da vor deinem Bild’, und weine, Daß meine süsse Freundin mich verließ, O daß mein Herz, so zärtlich, als das deine, Mir früh der Tod entriß.

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     O dir entriß er nichts – dir ward ein Leben,

Durchstrahlet von dem Glanz des Ewigen; Doch wirst du noch, von Seraphim umgeben, Auf meine Thaten sehn.      Wirst, schmeichl’ ich mir, mit meines Glückes Gründung

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Noch mütterlich, wie hier, beschäftigt seyn,

Beschäftigt jede Regung, jed’ Empfindung Der Tugend ganz zu weihn. [10]      Wirst, wenn ich thöricht falsche Wege wandle, Bestrafen meine stolze Sicherheit;

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Wirst doppelt fühlen, wenn ich edel handle,

Des Himmels Seligkeit.      Und schliche je, kaum wag’ ich es zu denken, Sich Niedrigkeit in dieses Herz hinein; So wird die Furcht, Geliebte, dich zu kränken,

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Mein zweyter Schutzgeist seyn.

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