Mein Traum

by Angelika von Marquardt

Schon weht ein frischer Herbstwind übers Land,
Das hundertfarb'ge Laub sinkt von den Bäumen -
Und dennoch wagt mein Herz vom Lenz zu träumen,
Von einem Lenz, wie's keinen noch gekannt?

Des Winterschlafes harrt schon die Natur,
Und ich fühl' Sommerglut, seh' Frühlingsblüten!
O möchte Gott mir diesen Traum behüten,
Der so unsagbar süß, ob Wahn auch nur! (S. 305)

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