Mein Herz und du

by Georg Scheurlin

Mein Herz und du: - so ruhet überwacht
Vom lichten Mond die traumbeglückte Nacht.

Wie dir mein Herz - so folgt der Abendstern
Dem Gang der Sonne einsam, sehnend, fern.

Mein Herz und du - so küssen unbewußt
Sich Aug' und Thräne bald in Leid, in Lust.

Wie dich mein Herz - so wiegt den süßen Klang
Die Aeolsharfe bei der Lüfte Gang.

Mein Herz und du: - die Sehnsucht und ihr Bild;
Es blüht ihr Schmerz, doch ewig ungestillt! (S. 143)
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