Ludwig Pfau
Karl Ludwig Pfau (* 25. August 1821 in Heilbronn; † 12. April 1894 in Stuttgart) war ein deutscher Schriftsteller, Publizist und Revolutionär. Er war zur Zeit der Märzrevolution 1848 Herausgeber der Satirezeitschrift Der Eulenspiegel und im Vorstand des württembergischen Landesausschusses. Aufgrund seiner politischen Umtriebe musste er nach dem Scheitern der Märzrevolution ins Ausland fliehen. Ab 1852 lebte er in Paris, wo er sich einen Namen als Übersetzer und Kunstkritiker machte. In Folge einer Amnestie 1863 nach Württemberg zurückgekehrt, gehörte er zu den Gründern der Volkspartei, der er im Parteiorgan Beobachter eine publizistische Stimme gab. Pfau geriet auch in späteren Jahren aufgrund seiner politischen Einstellungen in Konflikt mit dem württembergischen Staat und musste mehrere Haftstrafen verbüßen.
Poems (17)
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Abendfeier
Mein Lieb! Schau, wie hinab die Sonne / Die uralt festen Gleise fährt … -
Begrabene Liebe
I. / Einst hat vor deines Vaters Haus … -
Des Liebchens Schmuck
Ach! Gold und Perlen möcht' ich gleich / Um Haupt und Hals dir, Süße, legen; … -
Dichtung und Wahrheit
Jetzt, deucht mir, ist es ausgesungen, / Seitdem dich ganz mein Arm umflicht; … -
Du Liebe du!
Wohl sagt' ich dir einmal im Scherzen / Dies Wort mit seinem trautem Schall; … -
Erhörung
O sel'ger Tag! O sel'ge Lust! / Mein bist du! Wie ein junger Held, … -
Erkenntnis
Was einst mein Herz erquickte, / Der Himmel Stern an Stern, … -
Erste Wünsche
Könnt' ich zu Dir, mein Licht, / Nur einmal, einmal dringen! … -
Fassung
Kaum ruhte ich in ihren Armen / Wie nach dem Sturm im Hafen aus, … -
Liebesboten
Wer treulich liebt, ist nicht verlassen, / Sei er auch einsam und allein: … -
Liebesfriede
Da kommen sie und sagen, / Du seist so weit von hier, … -
Liebeswege
Nachts wandl' ich auf den Wegen, / Die wir so oft gewallt; … -
Nachtbalsam
Mein Lieb! du sollst gesunden, / Sieh, kommen ist die Nacht, … -
Sei stolz, mein Lieb
Mein Lieb! wenn dir die schnöde Welt / Mit Thränen netzt die süßen Wangen, … -
Sicherheit
Wer Liebe trägt in tiefer Brust, / Der ist ein sel'ger Mann - … -
Spiegelung
Sonst schaut' ich in den See so gern: / Aus seinem Grunde, wunderbar, … -
Untrennbar
Wie lang ach! warst du in der Ferne! / Zog auch mein liebend Herz mit dir, …