Mein Lieb! Schau, wie hinab die Sonne Die uralt festen Gleise fährt Und doch mit einem Kranz der Wonne Der Erde dunkles Haupt verklärt. Sieh, wie sich schon die Ferne teilet, Durchbrochen von ergoßner Glut; Und über alle Gipfel eilet Der holden Kräfte goldne Flut.
Es wandelt durch entstandene Weiten Des ew'gen Schaffens Trunkenheit; Und jede Seele glaubt zu schreiten Empor aus ihrer Endlichkeit. O selig! Aller Last entladen, Getaucht ganz in der Liebe Licht, Im Strom der Schöpfung sich zu baden Mit dir, du Engelsangesicht! (S. 10)