Leopardi! Deine Augen
[53] 3. Leopardi! Deine Augen Folgen mir, wohin ich geh’, Dieser Blick, so tief, wie deiner Seele hoffnungsloses Weh!
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Diese Stirn, die schmerzgeadelt,
Was du sangst, so herb erzählt, Daß sie selbst des Lorbeers Krone Nur beschattet, nicht erhellt! Immergrüne Eichen rauschen
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Dir zur Seite und das Licht
Strömt in warmen, gold’nen Fluthen Schmeichelnd über dein Gesicht – Doch es küßt nur eines Lächelns Schmerzliche Entsagung wach,
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Das um deine Lippen zittert,
Trostlos, wie ein heimlich „Ach!“ Dieses Lächeln, das uns Allen Eigen, sei’s auch noch so stumm, Seit die erste Menschenlippe
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Bang zum Himmel schrie: „Warum?!“