Ihre Lippen

by Karl Immermann (1796–1840) · 1835 German

Feurig Verlangen,
Glühendes Bangen
Habt ihr entzündet!
Schelmisch verbündet
Listiglich kamet ihr,
Räuberisch nahmet ihr
Mein leichtes Geblüt,
Mein frohes Gemüth.

Räuber und Brenner bringt man zur Haft,
Es bleibe die Ordnung der Welt in Kraft!
Kerker und Schloß und Riegel mein Mund,
Er hält euch gefangen bis zur jüngsten Stund. (S. 118)
_____

More poems by Karl Immermann

  • Abschied

    Jetzt wird es klar, du hast gescherzt
    Mit meiner Lieb' und Treue.
    Die Wunde brennt, die Wunde schmerzt, …
  • Am Baume

    Die Sonne ruhig sinket,
    Der durst'ge Anger trinket
    Den kühlen Abendthau; …
  • An Lesbia

    Laß uns leben, Lesbia, und lieben,
    Und der Runzelstrengen Alten Kritteln
    Nicht für einen leichten Heller achten! …
  • Auf der Wiese

    Morgenthau! Morgenlicht!
    Klopfende Brust!
    Halte den streifenden Fuß nicht auf …

All poems by Karl Immermann →