Horch! Geschrei und wüstes Toben

by Marie Eugenie Delle Grazie

[27]  3. Horch! Geschrei und wüstes Toben – Weitauf fliegt die Schenkenthür, Faust und Knüttel hoch erhoben Wirbelt’s zornentbrannt herfür:

5
Eseltreiber, Straßenfeger

Und zum Schluß der schmutz’ge Wirth, Während sich ein Zeitungsträger Noch bei Zeiten klug salvirt. Wuthgeheul und Flüche schallen,

10
Flammen sprüh’n aus jedem Blick,

Hageldicht die Püffe fallen – Ach, die leid’ge Politik! Da – ein hell’ Gekreisch – die Weiber! Rasend fliegen sie heran:

15
Straßenfeger, Eseltreiber,

Jeder ach, ist – Ehemann! An der Tapfern Schöße klammern Die Verzweifelten sich fest, Und sie keifen, und sie jammern,

20
Und ihr Weinen thut den Rest!

[28] Würdevoll ans hag’rer Mähre Sprengt nun auch vom Corso her Keuchend der Carabiniere – Aber sieh, der Platz ist leer!

25
Nur zertret’ne Calabreser

Trauern stumm auf weiter Flur, Prügel und zerschlag’ne Gläser Künden ihm des Schlachtfeld’s Spur; Weh’nde Schürzen, bunte Tücher

30
Weisen ihm der Sieger Bahn,

Und er ist des Friedens sicher, Denn auch er war – Ehemann!

More poems by Marie Eugenie Delle Grazie

All poems by Marie Eugenie Delle Grazie →