Gesegnete Wanderung

by Otto Ernst

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Gesegnete Wanderung.

In fernes Licht hinein Schreit’ ich schon lange, lange; Um graue Trümmer hängt’s An jenem Felsenhange.

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Um Sagentore blühn

Die abendroten Ranken; Durch Fensterhöhlen schau’n Verschollene Gedanken. Und meine Seele schwebt

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Durch Tor- und Fensterbogen

Ins Land des warmen Lichts, Allmächtig hingezogen. Ich weiß es nun gewiß: Es schwebt ein selig Leben

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Schon über dieser Welt

Und ist uns schon gegeben. Ich weiß seit diesem Tag: Es klingt Gesang und Reigen Aus einer reinen Welt

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In jedes tiefe Schweigen.

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