Genügen

by Otto Ernst

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Genügen.

Wie trüg' ich wohl ein Fernverlangen, Da hier der Tag in Rosen blüht, Die Sonne mich erweckt mit Prangen Und mir am Abend sanft verglüht?

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Vom Garten schon in früher Stunde

Herüberträgt der Morgenwind Ein Lied aus froher Kinder Munde – Wie singt so hell mein eig'nes Kind! Der Mittagsruf klingt durch die Saaten.

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Wie Arbeit Stirn und Hände bräunt!

Es winkt, vom Werk sich zu beraten, Zum Heimweg mir ein ernster Freund. Wie trüg' ich wohl ein Fernverlangen, Da du mein Rebenhaus bewohnst

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Und mir mit liebendem Umfangen

Am Abend jede Mühe lohnst? Beseligt von des Tags Geschenken, Genieß' ich sein in später Ruh'. Ein letztes, leises Überdenken –

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Und träumend fällt die Wimper zu. –

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