Fruchtloses Liebeslied
Du hilfst mir nicht mehr zu dir hin,
auch dieser Sommer ist verloren,
ich fühle, daß ich nichts mehr bin.
Die Linden blühen vor den Toren
nicht mir zum Glück; ein fremder Mann
durch ihren Duft dich wohl gewinnt.
Ich weiß nicht, was dich halten kann.
Mein Werben, eh es recht beginnt,
ist schon vor deinem Blick zu Ende,
mir fehlt, was angenehm mich macht.
Wenn ich mich noch so sehr verschwende,
hegt gegen mich die Welt Verdacht.
Dich holen Kleinigkeiten schon
aus dem Gespräch, das du mir schenkst:
Die Zeitung und das Telefon
und ein Gewand, an das du denkst.
Und sagst du ja, bist du schon fort.
Und streichelst du mir meine Hände -
ein Schatten sprach das Liebeswort,
den meins, das lebt, schon nicht mehr fände.
Ich wurde allzuoft verletzt,
nun hat mein Suchen keinen Mut.
Ich war ein Sturm. Was bin ich jetzt?
Ein Wind, der wohl und weh nicht tut.
Wer führt? Wer ist Verführerin,
hat mächtiger den Gott beschworen?
Du hilfst mir nicht mehr zu dir hin.
Auch dieser Sommer ist verloren.
(Band 2 S. 216)
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auch dieser Sommer ist verloren,
ich fühle, daß ich nichts mehr bin.
Die Linden blühen vor den Toren
nicht mir zum Glück; ein fremder Mann
durch ihren Duft dich wohl gewinnt.
Ich weiß nicht, was dich halten kann.
Mein Werben, eh es recht beginnt,
ist schon vor deinem Blick zu Ende,
mir fehlt, was angenehm mich macht.
Wenn ich mich noch so sehr verschwende,
hegt gegen mich die Welt Verdacht.
Dich holen Kleinigkeiten schon
aus dem Gespräch, das du mir schenkst:
Die Zeitung und das Telefon
und ein Gewand, an das du denkst.
Und sagst du ja, bist du schon fort.
Und streichelst du mir meine Hände -
ein Schatten sprach das Liebeswort,
den meins, das lebt, schon nicht mehr fände.
Ich wurde allzuoft verletzt,
nun hat mein Suchen keinen Mut.
Ich war ein Sturm. Was bin ich jetzt?
Ein Wind, der wohl und weh nicht tut.
Wer führt? Wer ist Verführerin,
hat mächtiger den Gott beschworen?
Du hilfst mir nicht mehr zu dir hin.
Auch dieser Sommer ist verloren.
(Band 2 S. 216)
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