Eingang

by Rainer Maria Rilke

[9]
Eingang

Wer du auch seist: am Abend tritt hinaus aus deiner Stube, drin du alles weißt; als letztes vor der Ferne liegt dein Haus: wer du auch seist.

5
Mit deinen Augen, welche müde kaum

von der verbrauchten Schwelle sich befrein, hebst du ganz langsam einen schwarzen Baum und stellst ihn vor den Himmel: schlank, allein. Und hast die Welt gemacht. Und sie ist groß

10
und wie ein Wort, das noch im Schweigen reift.

Und wie dein Wille ihren Sinn begreift, lassen sie deine Augen zärtllich los...

More poems by Rainer Maria Rilke

All poems by Rainer Maria Rilke →