Ein Anderes

by Rainer Maria Rilke

[15] EIN ANDERES (4) Naht der Sohn mit schwerem Schritt seinem Vater. Schwer die Zunge… »Wirklich, was, ein Bräutchen, Junge?! Vorwärts, nur herein damit!«

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Und da steht zum ersten Mal

jetzt das Mädchen rot und stille; und der Vater putzt die Brille: »Teufel! Gut war deine Wahl!« [16] Und er streckt die Arme aus,

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und das Bräutchen nimmt verlegen

seinen Kuß und seinen Segen… Davon weiß das alte Haus.

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