Ein Adelshaus

by Rainer Maria Rilke

[10] EIN ADELSHAUS Das Adelshaus mit seiner breiten Rampe: wie schön will mir sein grauer Glast erscheinen. Der Gangsteig mit den schlechten Pflastersteinen und dort, am Eck, die trübe, fette Lampe.

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Auf einer Fensterbrüstung nickt ein Tauber,

als wollt er durch den Stoff des Vorhangs gucken; und Schwalben wohnen in des Torgangs Lucken: das nenn ich Stimmung, ja, das nenn ich – Zauber.

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