Dithyrambus des Sehnsüchtigen

by Alfred Grünewald (1884–1942) · 1990 German

Wenn mich schwarze Schollen drücken,
nach der zugemeßnen Frist,
wähnet nicht, daß mein Entzücken
dann mit mir vergangen ist.

Denn verfiel ich auch der Erde,
kann mein Schauen nicht vergehn.
Und mit Sternenaugen werde
ich die Lieblichen erspähn. (S. 40)
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    Der Jugend Reiz macht Götter selbst begehrlich,
    und Lippen ohne Flaum sind leicht versehrlich.
    Doch jener Knabe dort, ein Held der Spiele, …
  • . . .

    Verliebter Mund will stets den einen Namen sagen.
    Und wenn die Lippen dir zur Nacht erlahmen, sagen
    ihn immer noch und dann im Traum …
  • . . .

    Was ängstigt dich? Meinst du, ich will entfliehen?
    Nur rasten will ich nach der langen Fahrt.
    Die Stimmen, die nach Zeiterlöstem schrein, …
  • . . .

    Wie damals unsere Gespräche waren!
    Freuden und Sorgen mußtest du bekennen
    und mir die Namen deiner Freunde nennen. …

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