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by Alfred Grünewald (1884–1942) · 1990 German

Wie damals unsere Gespräche waren!
Freuden und Sorgen mußtest du bekennen
und mir die Namen deiner Freunde nennen.
Du kanntest viele Spiele und Gefahren.

Oft kam ein tiefres Licht in deine klaren,
enthüllten Blicke. Sanftestes Entbrennen
wies deine Wange. Glanz, der nicht zu nennen,
lag ausgebreitet über deinen Haaren.

Gedenkst du, Knabe, noch des Anbeginnes,
da unsrer Rede Fäden sich verbanden
und viele Dinge neue Deutung fanden?

Und die Beglückung ihres süßen Sinnes
 uns weit entführte auf den schönen Fährten,
und Träume kamen, die den Tag verwehrten. (S. 44-45)
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    Der Jugend Reiz macht Götter selbst begehrlich,
    und Lippen ohne Flaum sind leicht versehrlich.
    Doch jener Knabe dort, ein Held der Spiele, …
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    Verliebter Mund will stets den einen Namen sagen.
    Und wenn die Lippen dir zur Nacht erlahmen, sagen
    ihn immer noch und dann im Traum …
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    Was ängstigt dich? Meinst du, ich will entfliehen?
    Nur rasten will ich nach der langen Fahrt.
    Die Stimmen, die nach Zeiterlöstem schrein, …
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    Habt ihr doch auch dieses Antlitz gesehn!
    Und ihr könnt leben, als sei nichts geschehn?
    Fühltet ihr keiner die stürzenden Sphären? …

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