Dithyrambischer Herbst

by Alfred Grünewald (1884–1942) · 1990 German

Dem Herbst obsiegtest du, mein schöner Gast,
da du die Tage dunkelnden Verzichtes
mir mit der Helle deines Angesichtes
so übergoldet, überfrühlingt hast.

Durch Gärten, des Septembers nicht bewußt
in ihres Laubes unverletztem Prangen,
bin ich, ein Märzbegnadeter, gegangen,
der Lieder liebevollstes in der Brust. (S. 43)
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  • . . .

    Der Jugend Reiz macht Götter selbst begehrlich,
    und Lippen ohne Flaum sind leicht versehrlich.
    Doch jener Knabe dort, ein Held der Spiele, …
  • . . .

    Verliebter Mund will stets den einen Namen sagen.
    Und wenn die Lippen dir zur Nacht erlahmen, sagen
    ihn immer noch und dann im Traum …
  • . . .

    Was ängstigt dich? Meinst du, ich will entfliehen?
    Nur rasten will ich nach der langen Fahrt.
    Die Stimmen, die nach Zeiterlöstem schrein, …
  • . . .

    Wie damals unsere Gespräche waren!
    Freuden und Sorgen mußtest du bekennen
    und mir die Namen deiner Freunde nennen. …

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