Die Stille

by Rainer Maria Rilke

[20]
Die Stille

Hörst du, Geliebte, ich hebe die Hände – hörst du: es rauscht … Welche Gebärde der Einsamen fände sich nicht von vielen Dingen belauscht?

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Hörst du, Geliebte, ich schließe die Lider

und auch das ist Geräusch bis zu dir, hörst du, Geliebte, ich hebe sie wieder … … Aber warum bist du nicht hier. Der Abdruck meiner kleinsten Bewegung

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bleibt in der seidenen Stille sichtbar;

unvernichtbar drückt die geringste Erregung in den gespannten Vorhang der Ferne sich ein. Auf meinen Athemzügen heben und senken die Sterne sich.

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Zu meinen Lippen kommen die Düfte zur Tränke,

und ich erkenne die Handgelenke entfernter Engel. Nur die ich denke: Dich seh ich nicht.

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