Die Sternbilder
[248] Die Sternbilder. So ist’s bis heut gegangen, Und wiederum so fangen Von vorn das Jahr wir an, Nach altem Sternenplan.
Dreht sich das Weltgetümmel; Er bleib’ im neuen Jahr Uns treu mit seiner Schar. Der Widder, reich an Wolle,
Daß Lust, vor Frost beschützt, Warm in der Wolle sitzt. Der Stier soll wacker pflügen, Sein Braten uns vergnügen,
Doch nie uns stößig sein. Zwillinge braucht wohl Keiner; Doch, kriegte sie je Einer, Dem auch verdoppl’ ihr Stern
[249] Der Krebs, mit seinen Zangen, Laß gern für uns sich fangen; Doch unsrer Tage Glück Geh’ nie, wie er, zurück.
Doch sei er nur geschäftig, Zu schützen uns, und nie Zum Kampf er wild uns zieh’. Die Jungfrau pflück’ uns Rosen;
Dem Schönen uns zu weihn, Und Schönes werth zu sein. Die Waage halt’ uns friedlich, Verträglich und gemüthlich,
Der Teufel siege nicht. Der Scorpion der Leiden Sei glimpflich und bescheiden, Und wenn er sticht, so sei
Der Schütze lehr’ uns zielen, Nicht mit Gewehren spielen, Nein, treffen recht und keck, Dem Leben auf den Fleck.
Zeig’, wie den Geist wir schwingen Hoch über Kluft und Zeit In Muth und Fröhlichkeit. Der Wassermann behüte
Nur für der Schiffe Bahn Schwell’ er die Flüss’ uns an. Und wenn wir angeln wollen, Die Fisch’ anbeißen sollen:
Der gut die Angel führt.