Die Schleebeeren
[46] Die Schleebeeren. An Julie. (1781.) Freudeduftend im Lenz, Blühtet ihr, Beeren, so hold! Lächelnd flocht ich da Kränze für dich, Wand sie tändelnd ins lockigte Haar,
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Julie! dir.
Ach! gerecht seyd ihr jezt, Füllet mit Thränen mein Aug’ Und mit Wehmut mein klopfendes Herz! Ach! Ihr reiftet, und Julie flieht
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Eilend von uns!
[47] Freundlich blühet ihr auf, Hoffnungen künftigen Glücks; Labt mit Wonne die sehnende Brust. Keiner, auch der Geliebtesten nicht,
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Schonet die Zeit:
Reißt sie grausam hinab, In der Vernichtungen Strom Jede Blüte der Hofnung hinab! Traurig sehn wir der Welle dann nach,
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Wie sie zerrinnt.