Die Locken der Mägdlein

by Friederike Brun

Ein Opfer der Mutter an Hebe.

Siehe die glänzenden Löckchen, o rosenduftende Hebe,      Weich wie der Pappelbaum blüht, golden wie reifende Saat! Zierlich umherzt vom Gefäß und von thauigen Blumen umduftet,      Stell’ ich sie hoffenden Sinns leis’ am Altare dir hin!

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Nimm das Opfer der Kindheit, o himmlischlächelnde Göttin,

     Knospen-Enthüllerin, nimm freundlich die Gabe des Mais! Lächelnd folgen die Mägdlein; doch thaut auf das Lächeln die Thräne,      Weil sie des wallenden Haars schmeichelnd die Mutter beraubt.

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