Die Locken der Mägdlein
Ein Opfer der Mutter an Hebe.
Siehe die glänzenden Löckchen, o rosenduftende Hebe, Weich wie der Pappelbaum blüht, golden wie reifende Saat! Zierlich umherzt vom Gefäß und von thauigen Blumen umduftet, Stell’ ich sie hoffenden Sinns leis’ am Altare dir hin!
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Nimm das Opfer der Kindheit, o himmlischlächelnde Göttin,
Knospen-Enthüllerin, nimm freundlich die Gabe des Mais! Lächelnd folgen die Mägdlein; doch thaut auf das Lächeln die Thräne, Weil sie des wallenden Haars schmeichelnd die Mutter beraubt.