Die Gruppe

by Rainer Maria Rilke

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DIE GRUPPE

PARIS Als pflückte einer rasch zu einem Strauß: ordnet der Zufall hastig die Gesichter, lockert sie auf und drückt sie wieder dichter, ergreift zwei ferne, läßt ein nahes aus,

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tauscht das mit dem, bläst irgendeines frisch,

wirft einen Hund, wie Kraut, aus dem Gemisch und zieht, was niedrig schaut, wie durch verworrne Stiele und Blätter, an dem Kopf nach vorne und bindet es ganz klein am Rande ein;

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und streckt sich wieder, ändert und verstellt

und hat nur eben Zeit, zum Augenschein zurückzuspringen mitten auf die Matte, auf der im nächsten Augenblick der glatte Gewichteschwinger seine Schwere schwellt.

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