Der Sohn
König von überm Meer. Ihm kam einmal ein Gesandter: sein Mantel war ein Panther
Mein Vater war wie immer ohne Helm und Hermelin; es dunkelte das Zimmer wie immer arm um ihn.
und waren blaß und leer, – in bilderlose Wände blicklos schaute er. Die Mutter ging im Garten
und wollte den Wind erwarten vor dem Abendglühn. Ich träumte, sie würde mich rufen, aber sie ging allein, –
horchen verhallenden Hufen und ins Haus hinein: Vater! Der fremde Gesandte...? Der reitet wieder im Wind...
Dein blondes Haar, mein Kind. Vater! Wie war er gekleidet!
Geschmiedet und geschmeidet
Er war eine Stimme im Stahle, er war ein Mann aus Nacht, – aber er hat eine schmale Krone mitgebracht.
an sein sehr schweres Schwert, die Perle in ihrer Mitte ist viele Leben wert. Vom zornigen Ergreifen
der oft gefallen war: es ist eine Kinderkrone, – denn Könige sind ohne; – gib sie meinem Haar!
in Nächten, blaß vor Scham. Und will Dir, Vater, sagen, woher der Gesandte kam. Was dort die Dinge gelten,
oder ob man in Zelten mich erwartet hat. Mein Vater war ein Gekränkter und kannte nur wenig Ruh.
Stirne nächtelang zu.
Und ich sprach ganz nahe und sachte, daß die Mutter nicht erwachte, –
wenn sie, ganz weiß gelassen, vor abendlichen Massen durch dunkle Gärten ging. ***
um auszuschauen, eh sie beten, ob nicht ein Nachbar sie belauscht. Die erst, wenn alle sich zerstreuten, hinter dem letzten Abendläuten,
(wie Wald im Wind hinter Fontänen) der dunkle Geigenkasten rauscht. Denn dann nur sind die Stimmen gut, wenn Schweigsamkeiten sie begleiten,
Geräusche bleiben wie von Blut; und bang und sinnlos sind die Zeiten, wenn hinter ihren Eitelkeiten nicht etwas waltet, welches ruht.
und was verheißen ward, wird sein: Wir sind die Flüstrer vor dem Schweiger, wir sind die Wiesen vor dem Hain; in ihnen geht noch dunkles Summen –
und sie bereiten auf die stummen tiefen heiligen Haine vor...