Der Siebenschläfer

by Karl Kraus

Lieg’ ich im Bett, so deck’ ich mich bis an die Ohren zu. So habe ich doch sicherlich von euren Plagen Ruh.

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Dann aber bricht der Tag herein,

ich hab’s ihm nicht geschafft. So früh schon ihm gewachsen sein, dazu fehlt mir die Kraft. Der Teufel weckte mich und war

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bei mir mit einem Brief.

Nur wachen Augen droht Gefahr, wie gut war’s, als ich schlief. Zu meiner Nacht hin wend’ ich mich, leg’ mich aufs andre Ohr.

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Das ist ein wahres Glück, daß ich

den Traum noch nicht verlor. Das hätt’ mich allzu früh verbraucht, was ich für euch gemußt. So bleibt’s in halben Schlaf getaucht

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und halb wird es bewußt.

[73] Bleibt auch das Glück nur halb gespürt, das damals ich erfuhr, so hat durch rauhen Tag geführt des Traumes weiche Spur.

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Und endet niemals eure Qual

und schafft der Tod erst Ruh, und lieg’ ich auf dem Bett einmal, so deckt mich tüchtig zu!

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