Der letzte Tag im Jahre
[239] Der letzte Tag im Jahre. Der letzte Tag im Jahre Sei nicht mein letztes Glück; Er kehre vor der Bahre Noch oft mir froh zurück.
Laß alte Lust bestehn, Und dich von mir, mein Bester, Recht oft noch wiedersehn. Hilf oft das Jahr mir schließen,
Laß vollends mich genießen Den ird’schen Aufenthalt. Werth ist wohl doch das Leben Der Bitte, daß es sei,
Man seiner Bahn sich freu’. Mag, wer da wolle, klagen Ob Erden-Unbestand; Die Welt mit ihren Plagen
[240] Drauf tanzen und stets scherzen Kann freilich nur das Glück; Doch Lust und Lieb’ im Herzen, Macht gute Tanzmusik.
Und tanzen, wenn sie tönt, Unbillig nicht begehren, Daß stets der Tanzsaal dröhnt. O, lehre mich, Sylvester,
Wie fester, immer fester Die Zeit man halten muß. Das Glück, sich froh zu schicken In Zeit und Lust und Noth,
Und wär’s auch in den Tod. Mein letzter Tag im Leben, Er komme, wenn er mag; Wer wollte vor ihm beben;