Der Hund

by Rainer Maria Rilke

[119]
DER HUND

Da oben wird das Bild von einer Welt aus Blicken immerfort erneut und gilt. Nur manchmal, heimlich, kommt ein Ding und stellt sich neben ihn, wenn er durch dieses Bild

5
sich drängt, ganz unten, anders, wie er ist,

nicht ausgestoßen und nicht eingereiht und wie im Zweifel seine Wirklichkeit weggebend an das Bild, das er vergißt, um dennoch immer wieder sein Gesicht

10
hineinzuhalten, fast mit einem Flehen,

beinah begreifend, nah am Einverstehen und doch verzichtend: denn er wäre[1] nicht.

More poems by Rainer Maria Rilke

All poems by Rainer Maria Rilke →