Der freche Pommery

by Otto Ernst

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Der freche Pommery.

In meinem Stübchen unter Glas Prangt ein herrlicher Goethe en face. Sein großer Blick durchsonnt das Zimmer Wie Erdenluft und olympischer Schimmer.

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Nun war ’mal ein rechter Jubeltag;

Ich und mein Schatz wir hielten Gelag, Schenkten den schäumenden Franzen-Wein Eins dem andern mit Singen ein, Kehrten oberst zu unterst die Stuben –

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Führten uns auf wie närrische Buben.

Kam die dritte Flasche dran – Plautz! den Stöpsel halte, wer kann, Und ein dicker Strahl Champagnerwein Dem Goethe – pscht! – ins Gesicht hinein! –

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Wir schweigen beide und fühlten beklommen:

Hat er uns das wohl übelgenommen? Da lacht’ er mit seinen zwei Sonnen darein: Und ihr wollt Goethekenner sein?!

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