In der Dinte
[275] In der Dinte. Heraus aus meinem Dintenfaß, Ihr Narren, kommt heraus; Setzt nieder euch an’s volle Glas Und zum gespickten Schmaus.
Mir lustig auf’s Papier; Denn Lustigkeit steht hoch im Preis’, Und thut uns Noth allhier. Doch Dintengeister sitzen fest
Das bittre schwarze Meer nicht läßt Heraus den freien Sinn. Sie bleiben ernsthaft trotz des Specks Im steifen Längenmaß;
Der sie verdrießet, Spaß. Galläpfellvoll sind sie so gern Der Welt ein bittres Gift: Es halten sich die Dintenherrn
[276] Das, wenn es eben will geruhn, Man solle sich kastein, Und soll einmal sich bene thun, Tunkt seine Feder ein.
Drum ist sie nicht sehr froh; Drückt’ Schwarz auf Weiß sie nicht so schwer, Es wäre wohl nicht so. Darum bedenkt zur Faschingszeit
Macht nur, daß ihr zur Fröhlichkeit Bald aus der Dinte kommt.