In der Dinte

by Johann Karl Wilhelm Geisheim

[275] In der Dinte. Heraus aus meinem Dintenfaß, Ihr Narren, kommt heraus; Setzt nieder euch an’s volle Glas Und zum gespickten Schmaus.

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Auf, bringt die Narrheit Schwarz auf Weiß

Mir lustig auf’s Papier; Denn Lustigkeit steht hoch im Preis’, Und thut uns Noth allhier. Doch Dintengeister sitzen fest

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In ihrer Dinte drin;

Das bittre schwarze Meer nicht läßt Heraus den freien Sinn. Sie bleiben ernsthaft trotz des Specks Im steifen Längenmaß;

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Und höchstens macht uns noch ein Klecks,

Der sie verdrießet, Spaß. Galläpfellvoll sind sie so gern Der Welt ein bittres Gift: Es halten sich die Dintenherrn

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Gern für ein hohes Stift,

[276] Das, wenn es eben will geruhn, Man solle sich kastein, Und soll einmal sich bene thun, Tunkt seine Feder ein.

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Die Welt ist in der Dinte sehr,

Drum ist sie nicht sehr froh; Drückt’ Schwarz auf Weiß sie nicht so schwer, Es wäre wohl nicht so. Darum bedenkt zur Faschingszeit

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Recht reiflich, was euch frommt;

Macht nur, daß ihr zur Fröhlichkeit Bald aus der Dinte kommt.

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