Das war in der Nacht ...

by Ernst Wilhelm Lotz (1890–1914) · 1917 German

Das war in der Nacht:
Die Nacht duftete von Opferbränden,
Die hatte jemand der Liebesgöttin dargebracht:
Mit zitternden Händen
Hatte er von Sehnsucht ein Feuer angefacht;
Die Flammen knisterten, die Funken sprühten
In gotthohe Ferne -:
Du sahst, wie sie droben glühten:
Liebessterne. (S. 110)
_____

More poems by Ernst Wilhelm Lotz

  • Nachtwache. Rot. Ein Atem ringt in uns ...

    Nachtwache. Rot. Ein Atem ringt in uns.
    Ein Wind will auf. Voll Freude, Heimweh-Schluchzen.
    Wir suchen irr. Nach Fleisch, nach Welt. Nach Lachen. …
  • Das späte Leuchten

    O nie entgleite mir, du heißer Traum!
    Wie du mir kamst, bei Nacht, beim letzten Schwelen
    Der Lampe, - Schaumgebild aus Zaubersälen, …
  • Deine Haare

    Heute reizen mich deine Haare.
    Sie sind ein trunkenes Lichterspiel.
    Die Seele eines Malers müßte immer in Leuchten aufstehn …
  • Deine Haare waren mir Sommer und Gartenglück ...

    Deine Haare waren mir Sommer und Gartenglück,
    An die Vorstadt gebaut. Weite und Wehen.
    Da fand ich Traum und Körper. Und den Wind, …

All poems by Ernst Wilhelm Lotz →