Wie wirst du schön zur Dämmerstunde, Wenn schon der letzte Schimmer schwand! Weich wird das Wort in deinem Munde Und leise streift mich deine Hand.
Die Augen glänzen – größer, freier, Die ganze Seele ist erwacht - Und durch der Wimpern schwarzen Schleier Schaut deine Sehnsucht in die Nacht.
Du wirst so bleich – auch ich erbleiche Im süßen Zauber deines Blicks; Ein Seufzer schwellt dein Herz, das weiche, Ein Traumgedanke vollen Glücks?
Dann führst du still mich an die Pforte; Es klingt ein wundersüßes Weh Durch deine dämmerstillen Worte Und durch dies letzte Wort: "Nun geh'!" (S. 308-309)