Chamounix beym Sonnenaufgange
[1] Chamounix[1] beym Sonnenaufgange (Im Mai 1791) La Terra, il Mare, le Sfere Parlan del tuo potere
Aus tiefem Schatten des schweigenden Tannenhains Erblick’ ich bebend dich, Scheitel der Ewigkeit, Blendender Gipfel, von dessen Höhe Ahndend mein Geist ins Unendliche schwebet!
Der, seit Jahrtausenden, fest deine Masse stützt? Wer thürmte hoch in des Aethers Wölbung Mächtig und kühn dein umstrahltes Antlitz? Wer goß euch hoch aus des ewigen Winters Reich,
Und wer gebietet laut mit der Allmacht Stimme: “Hier sollen ruhen die starrenden Wogen!“[2] [3] Wer zeichnet dort dem Morgensterne die Bahn, Wer kränzt mit Blüthen des ewigen Frostes Saum?[3]
Wilder Arveiron, dein Wogengetümmel? Jehovah! Jehovah! kracht’s im berstenden Eis; Lavinendonner rollen’s die Kluft hinab; Jehovah! rauscht’s in den hellen Wipfeln,