Blumen

by Alfred Mombert (1872–1942) · 1963 German

Sonne.

Sie treten lachend in die Sonne.
In den Garten unter glühende Blumen.
Sie führen sich wie Menschen, die sich lieben.

Sonne.

Und mählich kommt die Sonne über sie.
Und mählich kommt die Sonne zwischen sie.
Sie sprechen noch, sie lachen immer noch.
Doch leiser.
Und stehen trunken in der Sonne.

Sonne.

Und wissen wieder, daß sie lieben müssen
wie Blumen,
die bei einander in der Sonne glühen.

Sonne. (S. 45)

More poems by Alfred Mombert

  • Abend

    Nach langem Tag kam endlich nun der Abend.
    Ein Wetterleuchten am fernen Erdrand.
    Kühler Wind strich lösend übers Feld. …
  • Bitte

    Jeder Hauch deines Geistes,
    jedes Glied deines Leibes -
    ein Netz, in das ich fiel. …
  • Cena

    Grau krochen Tage, ohne Glanz,
    lange Tage, viele Tage.
    Wir waren beide krank und grau, …
  • Curtchen

    Durch Blütenbäume kam sie aufgestiegen
    zu seinem Bergpalast; die Tänzerin.
    Auf dem Altane fand sie Curtchen liegen. …

All poems by Alfred Mombert →