Beatrice Cenci

by Marie Eugenie Delle Grazie

[43]  Beatrice Cenci. (Von Guido Reni.) Augen giebt’s, die das Verhängnis Rufen.... klugen, wehdurchzuckt, Drin wie ein Gespenst die Ahnung Künftigen Entsetzens spukt;

5
Lippen, deren hellstes Lächeln

So von Müdigkeit umweht, Wie im Mund des Hoffnungslosen Ein verröchelndes: „Zu spät!“ Ach, und einer Schönheit Zauber,

10
Wie sie Grabgeweihte schmückt,

Eh’ der Tod sein hehres Siegel Auf die Stirn der Opfer drückt – Aber daß du sie vernichtest Und besudelst fürchterlich,

15
Diese Märtyrer der Schönheit, –

Dran, o Welt, erkenn’ ich dich!

More poems by Marie Eugenie Delle Grazie

All poems by Marie Eugenie Delle Grazie →