Arco naturale

by Marie Eugenie Delle Grazie

[117]  Arco naturale. Von trotz’gen Titanenhänden In die Felswand gerissen, ringsum Wie von versteinten Ungeheuern Bewacht von phantastischen Klippen, öffnest

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O Bogen, du mir deine Wunderschau,

Die herzberückend-augenblendend-schöne! Wie kreisender Schwindel Erfaßt’s mein Hirn: Denn über mir wölbt flirrend

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Der Äther sich, und unter mir strahlt

Sein Abbild herauf: das Meer, Zusammenfließend in eine Unendlichkeit Mit ihm, der welt-umspannenden Götterheimat! Dionysischer Rausch

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Durchtobt dir die Seele –

Lockt die Höhe? Verführt die Tiefe? Du weißt es nicht – doch herniederzieht’s Den Willen dir in trunk’nem Selbstvergessen

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Und Tod wär’ hier – Genuß!

[118] Die Himmlischen aber, Die mit Sonnenfesseln des Aug’s Den Menschen geknüpft an’s Dasein, Und ihm das Leben begrenzt

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Durch Schranken der Schönheit, damit

Erhabenheit ihm nicht Die Seele verwirre und In’s Bodenlose reiße den Schwindelnden, Sie zauberten mitleidig

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Ihm vor die Augen hier

Den Reichthum seines Stern’s Und goldne Punkte, darauf Sein Blick ruh’n mag und aufathmen Der trunk’nen Sinne bacchische Raserei.

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Sie zeigen ihm,

Tief in die Wasser tauchend, Und fein umrissen vom Licht, Das winkende Kap der Minerva, Darüberhin

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Amalfi’s schimmernde Küstenberge,

Die höh’numgrünte Bucht von Salerno, Und vor ihm, zierlichen Flug’s Mit seid’nem Fittich die Wasser streifend, und Geschäftig aufkreischend, ein fröhlich Bild

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Des Lebens, die schlanke, beutesuchende Möve....

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