Angelika

by Otto Ernst

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Angelika.

Von der raschen Lebenswelle, Die mein Herz durchfloß, Die in sel'ger Stundenschnelle Brausend dich umschloß,

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Von der Liebe Schönheitsrausche

Taumelnd übermannt, Hab ich oft im Liebestausche „Engel“ dich genannt. – Schweigend Platz an unserm Tische

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Längst die Sorge nahm;

Deiner Wangen holde Frische Tilgt ein früher Gram. Seh's mit nagender Beschwerde, Seh's mit stiller Qual,

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Wie du jenen Gast am Herde

Nährst mit deinem Mahl; Und ich seh es doch voll Wonnen, Die kein Wort beschreibt, Daß so fest und treugesonnen

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Deine Liebe bleibt.

Hielt' ich gern ein Leid verborgen, Nimmst du's dennoch wahr; Denn die Sprache stummer Sorgen Ist dir offenbar.

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Was uns einst so fest umschlungen,

Hält uns noch geeint: Tränen, die ich still bezwungen, Hast du still geweint. – Oft umspinnen lichte Träume

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Die Gedanken mir,

Durch des Hauses traute Räume Folgt mein Auge dir: Eine Hülle seh ich fallen Wie ein irdisch Kleid,

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Einen Schimmer dich umwallen

Wie aus künft'ger Zeit. Und in solcher Liebesstunde Ernst verschwieg'nem Glück Kehrt mir immerdar zum Munde

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Jenes Wort zurück,

Jenes Wort, im Rausch gesprochen Und im Traum der Lust, Noch im Klange ungebrochen Klingt's in meiner Brust:

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Denn der Liebe sonder Klage

Rührende Gewalt Wandelt mehr mit jedem Tage Dich zur Lichtgestalt.

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