An die Liebste

by Zacharias Lund (1608–1667) · 1636 German

Diß Kräntzlein schick ich dir voll schöner Blumen Pracht/
Zu deines Häuptes Zier mit meiner Hand gemacht:
Magst gelbe Veilgen hier/ hier weisse Lilien sehen/
Dort rothe Rosen auch als noch voll Thawes stehen:

Doch was kömt diß Geschenck bey deiner Würdigkeit?
Zerbrichs/ als dir gefellt/ bist selbst voll Zierligkeit:
Das Häupt ist Veilgen voll/ voll Lilien die Wangen/
Das Zuckermündlein ist mit Rosen rings umbfangen. (S. 74)

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