Alte Weise

by Alfred Grünewald (1884–1942) · 1990 German

O du mein Liebstes auf der Welt,
mög Gott sich mild uns zeigen!
Gehetzt von Haß, von Schmach umstellt,
so wurden wir uns eigen.

Wie war die Nacht so weh und arm,
als wir uns Liebe klagten!
Der Herr sich unser doch erbarm
und aller so Verjagten! (S. 50)
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    Der Jugend Reiz macht Götter selbst begehrlich,
    und Lippen ohne Flaum sind leicht versehrlich.
    Doch jener Knabe dort, ein Held der Spiele, …
  • . . .

    Verliebter Mund will stets den einen Namen sagen.
    Und wenn die Lippen dir zur Nacht erlahmen, sagen
    ihn immer noch und dann im Traum …
  • . . .

    Was ängstigt dich? Meinst du, ich will entfliehen?
    Nur rasten will ich nach der langen Fahrt.
    Die Stimmen, die nach Zeiterlöstem schrein, …
  • . . .

    Wie damals unsere Gespräche waren!
    Freuden und Sorgen mußtest du bekennen
    und mir die Namen deiner Freunde nennen. …

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