Allerseelen
[24] ALLERSEELEN I Rings liegt der Tag von Allerseelen voll Wehmut und voll Blütenduft, und hundert bunte Lichter schwelen vom Feld des Friedens in die Luft.
der Gärtner ordnet sie mit Sinn – und kehrt zum Eck der Glaubenslosen die alten, welken Blumen hin. II »Jetzt beten, Willy, – und nicht reden!«
Der Vater legt den Kranz Reseden auf seines armen Weibes Grab. »Die Mutter schläft hier! Mach ein Kreuz nun!« Klein-Willy sieht empor und macht
daß er am Weg heraus gelacht! Es sticht im Auge ihn – wie Weinen … Dann gehn sie heimwärts durch die Nacht; ganz ernst und stumm. Da lockt den Kleinen
[25] Es blinkt durch den Novembernebel herüber lichtbeglänzter Tand; er sieht dort Pferdchen, Helme, Säbel und küßt dem Vater leis die Hand.
Der Vater sieht so traurig aus. – Doch einen Pfefferkuchenreiter schleppt Willy selig sich nach Haus.