Love Poems – Page 2923
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Sonett CXXXVII.
Der thöricht blinde Gott, warum wohl trügt / Die Augen er, die seh’n und doch nicht recht? / Sie wissen, was Schönheit ist, wo sie liegt, … -
Sonett CXXXVIII.
Wenn Liebchen schwört, daß sie der Wahrheit treu, / Dann glaub’ ich’s ihr, wenn auch ich weiß, sie lügt, / Damit sie wähnt, daß Jüngling ich noch sei, … -
Sonett I.
Vom schönsten Wesen wünschen Zuwachs wir, / Damit der Schönheit Rose bleibe ewig jung, / Und wenn der Reifre einstens schied von hier, … -
Sonett II.
Wenn eine vierzig Winter lange Zeit / In deiner Schönheit Feld furcht tiefe Spur, / Ist welkes Kraut der Jugend stolzes Kleid, … -
Sonett III.
Sieh’ in den Spiegel, sag’ dem Antlitz dann: / Zeit ist’s, daß es ein Ebenbild erhält; / Daß, wenn es neues Leben nicht gewann, … -
Sonett IV.
Warum, o Anmuth, willst für dich du nur / Der Schönheit hold Vermächtniß so verschwenden? / Denn Alles leiht und nichts schenkt die Natur, … -
Sonett IX.
Ist’s Furcht, daß Wittwenaugen um dich leiden, / Wenn grausam dich die Einsamkeit behält? – / O solltest kinderlos du leider scheiden, … -
Sonett L.
Nur zögernd zieh’ ich fort mit trägem Gange, / Da, was ich such’ – der müden Reise Ziel – / Mir zeiget, wie dem End’ ich näh’r gelange, … -
Sonett LI.
So kann die Lieb’ verzeih’n gemaches Weilen, / Des trägen Pferdes, wenn von dir ich zieh’; / Wie sollte Trennung ich von dir beeilen? – … -
Sonett LII.
Dem Reichen gleich’ ich, der mit Schlüssels Kraft / Des theuern Schatzes Truhe sich erschließet, / Doch nicht durch viel Beschauen sie erschlafft, …
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