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Climene / prüfe fleisch und blut / Und straffe meine liebes-glut / Nicht nach der schwäche deiner flammen; Mein feuer kömmt aus Adams schooß / Darein der himmel selber floß; Wie kan dein menschlich herz doch meine glut verdammen. Du bist / wie Eva / fleisch und bein / Drum k…
by Benjamin Neukirch
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Komm / Philirose / schau die nacht / Den julep halbverwundter herzen / Die zeit / wo wir mit liebe scherzen / Hat sich nunmehr zu uns gemacht / Das bleiche licht / das itzt erschienen / Will uns zur liebes-fackel dienen. Entblöße jenes schöne feld / Wo meine seel die wahlsta…
by Johann von Besser
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Wir hattens einst so gut verstanden, zu küssen uns zu rechter Stund, eh wir es selber ganz empfanden, gefunden hatte Mund den Mund. Ein einiger Gedanke schwebte, war weder mir noch dir bewusst, und plötzlich Lipp an Lippe bebte und plötzlich bebte Brust an Brust. Dann haben …
by Otto Erich Hartleben
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WAs säumst du dich/ O Seele/ zu zerspringen/ für Angst/ für Quahl/ die dich und mich umringen. Und bist noch du/ mein Hertze nicht entzwey. Thus doch! thus bald/ und mach' uns beyde frey. O daß ich doch den Tag erleben müssen/ der mir verbeut das schöne Kind zu küssen! Der m…
by Paul Fleming
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WEnn du mich köntest lieben/ O du mein Ich/ gleich wie ich dich/ So wär' ich ohn betrüben. Daß du mich aber nicht hältst wehrt/ das ists/ das mich so sehr beschwert. Sonst allen dich alleine setz' ich weit für/ das schwer' ich dir/ bey Föbus güldnem Scheine. Bey Gott Kupidos…
by Paul Fleming
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WOlte sie nur/ wie sie solte; und solt' ich nur/ wie ich wolte/ So wer' ich und sie vergnügt. Ach! wie wer' es wol gefügt/ wenn wir nicht so wiederstrebten/ sondern itzt und für und für/ Ich bey ihr/ und sie bey mir/ in verglichner Liebe lebten. O wie würden unsre Heerden so…
by Paul Fleming
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MEin gestirntes Paradeiß/ mein Licht/ mein Mohn/ meine Sonne/ mein gantz Himmelreich voll Wonne/ und von was ein Gott sonst weiß/ das ist Philyrille mir/ mir/ der Erden unter ihr. Ich vergeßner Erden-Kreyß/ heute tagts zum dritten mahle/ daß ich gantz von keinem Strahle mein…
by Paul Fleming
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[.67] X. Allhier in dieser wüsten Heyd' Ist gar kein Mensch nicht weit vnd breit / Die wilden Thier allein Die seh' ich selbst Mitleiden tragen / Die Vögel trawrig seyn / Vnd mich mit schwacher Stimme klagen / Die kalten Brunnen stärcker fliessen / Viel Threnen gleichsfals…
by Martin Opitz
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DIE Pest ergrif den Leib der schönen Flavia, Der Mund warf Jäscht und Schaum, die Brust geschwollne Beulen, Die Augen wurden welck, und niemand war mehr da, Und niemand konte sie mit Kraut und Pflaster heilen. Ihr treuer Thyrsis kam und warf den treuen Arm Der Schönen um d…
by Johann Christian Günther
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Als Knabe hab ich dich geliebt und du, ein süsses Kind, auch mich: wenn es auf Erden Reines giebt, traf da die Gnade mich und dich. Da schon ich heisse Lieder sang, in mich verscheucht, fremd in der Welt, noch stets in meinem Herzen klang Erinnrung, phantasiegeschwellt. - S…
by Otto Erich Hartleben