Zur Wüste grimmig ausgebrannt

by Georg Friedrich Daumer (1800–1875) · 1846 German

LXVIII.

Zur Wüste grimmig ausgebrannt
Von heißer Buße Sonnenstich,
War meines Seins verlorne Flur;
Da stäubet’ ich, da wirbelt’ ich,
Ein aufgewühlter Wüstensand,
Hoch in die Luft getragen
Vom Winde, zum Azur.
Gott sei gelobt! Er hat mir
Die mörderische Gluth gedämpft,
Mir einen Regen herabgesandt,
Mich mild zurückgeschlagen
Zu meinem alten Ruhestand,
Hat mich gemacht zu fröhlichem,
Frisch aufgeblühtem Land.

More poems by Georg Friedrich Daumer

All poems by Georg Friedrich Daumer →